20. 6. 2011

Trauerfloristik auf der Buga Koblenz

Am Pfingstmontag zeigten Friedhofsgärtner und Floristen auf der Bundesgartenschau in Koblenz, dass Blumen trösten, wenn Worte fehlen.

„Blumen begleiten uns das ganze Leben, aber wenn der Tod kommt, wünschen sich immer mehr Menschen keine Blumen bei der Trauerfeier und lassen sich anonym begraben. Diese Entwicklung ist bedenklich, denn gerade in dieser Ausnahmesituation sind Blumen und Pflanzen für die Hinterbliebenen wichtig, weil sie helfen, Gefühle des Schmerzes und der Trauer auszudrücken“, sagte Anja Qayyum-Kocks, stellvertretende Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF), im Rahmen einer Präsentation von Grabgestaltung und Trauerfloristik am Pfingstmontag auf dem Festungsplateau Ehrenbreitstein der Buga in Koblenz. Gemeinsam mit Heiner Koch, Vorsitzender des BdF-Arbeitskreises „Pflanze“, präsentierte sie praktische Grabgestaltung.

In ihrer Moderation ging Qayyum-Kocks auf die Symbolik der Pflanzen ein und machte deutlich, wie wichtig die Arbeiten am Grab für die Trauerarbeit sind.

Der Fachverband Deutscher Floristen (FDF) zeigte in der Veranstaltung, wie kreativ und anspruchsvoll persönliche Trauerfloristik gestaltet werden kann.

Weitere Ideen finden die Besucher noch bis zum Ende der Buga im Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ auf dem Festungsgelände. Hier haben die Friedhofsgärtner und Steinmetze auf mehr als 100 Mustergräbern verschiedene Themen in der Grabgestaltung umgesetzt. Daneben wird die historische Entwicklung der Grabgestaltung gezeigt. Für die Jüngsten gibt es einen Insektenfriedhof zu bewundern.

Siehe: www.g-net.de

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